Weshalb Bilder machen?

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Unsere Wahrnehmung ertrinkt in Bildern. Weshalb also weitere Bilder machen?

Bilder wiederholen sich. Es sind in der Masse stets dieselben. Aber nicht bloß die Bilder wiederholen sich. „Unsere“ Wirklichkeit selbst verläuft in Routinen, in Normalitäten, im Gewöhnlichen. D.h. auch und gerade unsere Wirklichkeit wiederholt sich fortwährend. Das ist vielleicht unerträglich, dabei aber lebenswichtig, denn wir würden unsere Wirklichkeit anders vermutlich nicht ertragen.

Um in diesem Laufrad zurechtzukommen, besitzen wir Gegenroutinen, alternative Normalitäten, abrufbar Ungewöhnliches. Wir träumen, wir beten, wir trinken, wir lesen, wir machen und suchen uns Bilderwelten. Wir schaffen uns vieles, um uns aus der Wirklichkeit hinauszurauschen.